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From Hell
mit Johnny Depp, Heather Graham, Sir Ian Holm, Regie: Albert Hughes, Allen Hughes

Zoom Produkt-Bild: From Hell
DVD von FOX
Preis bei Amazon: EUR 9,97, Angebote ab EUR 2,99

4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2002
  • FSK 16

Produktbeschreibung


Fox From Hell, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 07.11.02

Aus der Amazon.de Redaktion


In der langen Reihe der Filme, in denen Jack the Ripper sein blutiges Unwesen treibt, nimmt Allen und Albert Hughes' From Hell eine ganz besondere Stellung ein. Als Vorlage diente den Hughes-Brüdern Alan Moores gleichnamige, von Eddie Campbell gezeichnete Graphic Novel -- ein Comicroman, der so ziemlich alle Grenzen dieser Kunstform sprengt. Im Prinzip grenzte die Idee einer Filmadaption schon an Irrsinn, denn Moores ausuferndes Panorama der englischen Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts entzieht sich in seiner Detailbesessenheit und seinem Figurenreichtum einer Verfilmung. Aber From Hell ist auch alles andere als eine Verfilmung im klassischen Sinne des Wortes geworden. Den Hughes-Brüdern und ihren Drehbuchautoren Terry Hayes und Rafael Yglesias ist etwas viel Eindrucksvolleres gelungen: Sie haben Moores Studie über die viktorianische Welt in großes Hollywood-Kino verwandelt und sind doch den zentralen Ideen des britischen Comicautors treu geblieben.
Der Tod seiner Frau und seines Kindes hat den Scotland-Yard-Inspektor Fred Abberline (Johnny Depp) endgültig aus der Bahn geworfen. Nun sucht er Vergessen in Drogen, doch was er im Opium- und Absinth-Rausch findet, sind Visionen von grausigen Verbrechen und düstere Vorahnungen, die ihn zu einem Besessenen werden lassen. Sie sind es auch, die eine Verbindung herstellen zwischen ihm und dem Prostituiertenmörder Jack the Ripper, dessen Taten das Slum-ähnliche Londoner Arbeiterviertel Whitechapel in Aufruhr versetzen. Bei seinen Nachforschungen begegnet Abberline der engelsgleichen irischen Prostituierten Mary Kelly (Heather Graham), die mit allen Opfern des brutalen Serienmörders befreundet war.

Die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen dem Inspektor und dem Straßenmädchen, die in die kaum mehr zu stoppende Maschinerie einer riesigen Verschwörung geraten, wird zum emotionalen Zentrum des Films. Durch Mary Kelly und Fred Abberline, deren Individualität und Idealismus von Heather Graham und Johnny Depp in jedem Moment betont werden, bekommt das Bild, das die Hughes-Brüder in From Hell von dem Beginn unserer modernen Welt entwerfen, eine zutiefst tragische Dimension. Der Drang, mehr als nur ein Teil der Masse zu sein, und der Glaube an eine gerechtere Welt, der die beiden antreibt, besiegelt zugleich ihr Schicksal. So sehr man sich auch wünscht, dass sie nicht untergehen -- man ahnt doch, dass es kaum Hoffnung für sie gibt. Heather Graham und Johnny Depp verleihen ihnen eine beeindruckende Würde, die sie aus der Welt um sie herum hervorhebt und gerade dadurch die Vergeblichkeit ihres Kampfes betont.

"Eines Tages werden die Menschen zurückblicken und sehen, dass ich das 20. Jahrhundert zur Welt gebracht habe." Mit diesem Zitat aus einem der Briefe von Jack the Ripper beginnt der Film. Und alles, was ihm folgt, scheint diese größenwahnsinnige Prophezeiung zu bestätigen. In tiefschwarzen Bildern voller Dreck und Elend erzählt From Hell von schwellendem Antisemitismus und von der beginnenden Medialisierung der Welt durch eine Boulevardpresse, die das Grauen in vermarktbare Sensationen verwandelt. Es fällt nicht schwer, in dem von den Hughes-Brüdern akribisch rekonstruierten London des Jahres 1888 den Keim unserer heutigen Welt zu erkennen. Und was wir in diesem beeindruckenden Thriller über ihre Anfänge erfahren, macht kaum Hoffnung auf ihre Zukunft. Schon lange, vielleicht sogar seit den 70er-Jahren, war kein Hollywood-Film mehr so schonungslos, aber auch so ehrlich in seiner Darstellung unserer Gesellschaft. --Sascha Westphal
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5 Kundenrezensionen:

Langweilig und abwegig ... leider!!
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Schade, sehr schade, daß bei doch sehr ansprechender und authentischer denn je wirkender Kulisse die Story von Jack the Ripper ein weiteres Mal zugunsten einer unsinnigen Theorie 'vergeigt wurde' ... Der TV-Film mit Michael Caine & Lewis Collins von 1988 hatte wenigstens noch ein gewisses - ich nenne mal - Authentizitätsbewußtsein, aber das hier ist schlichtweg - Johnny Depp, dessen Fan ich bin, wird mir hoffentlich verzeihen - hanebüchen, an sämtlichen verfügbaren Haaren herbeigezogen und vielfach schlichtweg für eine vermeintlich 'spannendere' Geschichte erfunden!!! ... Darüberhinaus vermag kein einziger der beteiligten Charaktere den Zuschauer wirklich zu interessieren. Wann wird es endlich einen JtR-Film ohne Verschwörungstheorien und diese blödsinnige Kutsche geben?? ... Die zwei Sterne bekommt die East-End-Atmosphäre, die seit 1988 nicht wieder so gut dargestellt wurde.
sehr guter Film
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Der Film behandelt das altbekannte Thema Jack the Ripper. London 1888: Eine Reihe grausamer Morde an Prostituierten hält die Stadt in Atem. Dabei schockiert außerdem die besondere Brutalität und die scheinbaren Rituale der Morde. Inspektor Abberline wird mit der Untersuchung beauftragt. Es scheint, als genieße er nicht die völlige Unterstützung der Vorgesetzten... Johnny Depp spielt den drogensüchtigen Inspektor auf der Suche nach Wahrheit auch gegen alle Widerstände. Eine der Prostituierten, Mary Kelly (Heather Graham), hat es ihm auch persönlich angetan, so dass er nicht nur aus beruflichem Interesse um sie besorgt ist.
Der Film beeindruckt mit Bildern, bei denen man sich in die Zeit der Jahrhundertwende zurückversetzt fühlt. Der Film ist spannend und die Geschichte in sich schlüssig. Weiterhin wird, ohne zuviel zu verraten, eine interessantes mögliches Motiv der grausamen Morde geliefert. Ein sehr guter Kriminalfilm über ein historisches Thema, äußerst gelungen.
Klasse Film!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Den ausführlichen Erklärungen weiter unten kann ich nichts mehr hinzufügen. Vor allem gefällt mir Johnny Depp in seiner Rolle, die er sehr überzeugend spielt.
Ein sehr düsterer Film!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich fand den Film klasse. Ich hätte mir auch keinen besseren Schauspieler als Johnny Depp in der Rolle des Inspektors vorstellen können. Schade fand ich nur das Ende. Das hat mir gar nicht gefallen. Da der Film aber ansonsten im Ganzen großartig war (die Kulissen waren fantastisch) bekommt der Film von mir trotzdem 5 Sterne. Die Theorie um Jack the Ripper hat mir sehr gut gefallen und die Umsetzung dieser war einfach nur genial. Erschreckend war, wie die Huren damals gelebt haben. Ich kann jedem, der dieser mysteriösen Figur Jack the Ripper "verfallen" ist, diesen Film nur empfehlen. Er gibt einige interessante Anstöße zu seiner Person. Ein klasse Film!
Zwei Pennys für den Fährmann, der uns auf die andere Seite bringt ...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Grandioser Film um die berühmteste Serie aller Mordfälle.

Wer jedoch war Jack the Ripper wirklich?

Nun, eine der möglichen Auflösungen und Thesen liefert der Film, obschon diese den "Ripperologen", den Experten, eigentlich als unplausibel erscheint.

Dass jedoch der Film bis in die Nebenrollen spitzenmäßig besetzt ist und die zu Ende gehende viktorianische Ära detailliert und mit teilweise monströs-faszinierenden Bildern gezeigt wird adelt den Film.

Es ist wirklich einer der besten Filme des Genres, vielleicht sogar der beste Ripper-Film.

Johnny Depp spielt die Rolle des Opiumsüchtigen und Absinthttrikenden Inspectors, der seinem Getränk auch gerne mal etwas Laudanaum hinzufügt, wirklich hervorragend, obschon der echte Inspector Abberline eher ein maßvoller und bescheidener Mann gewesen sein wird, denn ein Süchtiger.

Da wurde die künstlerische Freiheit zugunsten der Dramatik und Stimmung sicherlich etwas ausgelegt, was aber nicht sehr schlimm ist, behandelt der Film wie gesagt eine der Thesen und Möglichkeiten.

Der Film ist von Anfang an spannend, es liegt alles im düsteren Nebel der Ungewissheit, man bahnt sich langsam, jedoch stetig, den Weg zur Klärung der Verbrechen.

Robbie Coltraine und Ian Holm sind die tragenden Nebenrollen, die in ihren Rollen mehr als nur glänzen, jedoch sind nahezu alle anderen Schauspieler ebenfalls sehr überzeugend.

Also, wer war denn nun Jack the Ripper?

FAZIT: KAUFEN, AUF DIE JAGD GEHEN UND ES HERAUSFINDEN!!!
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